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Geschichtlicher Hintergrund zum Namen der Melkerbrücke in Eitze.Der Volksmund erzählt - was auch urkundlich und aus der Eitzer Chronik bekannt ist - daß das Eitzer Moor (Großes Moor) seit jeher, zumindest seit bischöflichen Zeiten bis zur Spezialteilung (Verkopplung) im Jahre 1840 von den Eitzer Landwirten gemeinschaftlich genutzt wurde.
Dies geschah in Form der Beweidung durch den Dorfhirten der im Hirtenhus, dem heutigen Haus von Ahrens," Im Dicken Ort" 6, gewohnt hat. Dieser sammelte frühmorgens die aus maximal 60 Stück Großvieh bestehende Herde von damals 7 Vollhöfen und den Höfen Brüggemann und Göbbert ein und trieb sie in das Grünlandgebiet zwischen Borsteler Chausee und Finkenberg. Die Kühe, die damals noch dreimal am Tag gemolken wurden, trieb der Eitzer Hirte zur Mittagszeit auf den Vorplatz der heutigen Melkerbrücke. Hier wurden die Tiere getränkt und von den schon wartenden Frauen von Hand gemolken. Die Frauen trugen die Milch dann in Eimern mittels des Jochs nach Hause.
Die erste Melkerbrücke hieß übrigens Interessentenbrücke, da sie auf dem sog. Interessenten-
weg (bis 1897) von Eitze nach Weitzmühlen lag. Vor der Brücke stand ein Schlagbaum. Wer sie benutzen wollte, mußte vom Bischofs Hof, der heutigen Gärtnerei Grimme, den Schlüssel holen. Man erzählt auch, daß die Dorfhirten begehrte Gesprächspartner waren, da sie sich gern mit anderen Dorfhirten an der Gemeindegrenze trafen und die letzten Neuigkeiten austauschten. Diese gaben sie dann am sog. Reihetisch zum Besten, an dem sie immer von einem anderen Bauern - oft zusammen mit dem Schulmeister - beköstigt wurden.
Durch den Aufstellungsort und die gute Verbindung zu Ernst-Leo Niessen und seiner Frau Uschi war auch schnell eine Patenschaft für dieses Holzschild gefunden
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Der Mühlenteich der Eitzer Mühle besteht eigentlich aus 2 Teichen, dem ursprünglichen Teich, durch den der Gohbach fließt und einem zweiten Teich, der durch den Abbau von Ton entstanden ist und erst später eine Verbindung zu dem ersten Teich erhalten hat. Eine gesicherte Wassermenge für den Tagesbetrieb der Mühlenturbine erhielt man durch Anstauen des Gohbaches in der Nacht und in der Mittagspause.
Den Ton, der im zweiten Mühlenteich abgebaut wurde, brachte man mit Pferd und Lore an einen windigen Platz, um ihn vor der Nutzung in einer der Eitzer Ziegeleien vorzutrocknen. Beim Abbau des Tons hat man wohl schon Sinn für landschaftliche Schönheit gezeigt und eine Insel stehen lassen. Die Insel ist nicht nur ein Blickfang, sondern eine ideale und geschützte Brutstätte für Enten und Gänse. Und in kalten Wintern war sie ein Rondell, um das man wunderbar Eis laufen konnte. Das dies oft geschah, lag daran, dass der zweite Mühlenteich aufgrund seiner geringen Wassertiefe immer als erstes Gewässer in Eitze eine geschlossene Eisdecke hatte.
Um diese Insel hatte man früher einen Graben gezogen, der für einen guten Abfluss des zweiten Mühlenteiches sorgen sollte. Wenn der Teich abgelaufen war, zeigten sich Vor- und Nachteile dieses Grabens. Zum einen sammelten sich dort Dutzende von Fischen: Karpfen, Rotfedern, Schleien und Hechte, die zum Teil die kleineren Fische raubten und bis zu 1 m lang waren. Sie wurden mit einem Maschendraht als Netz im Graben zusammengetrieben. Der üppige Fang wurde als willkommene Speise an viele Familien in Eitze verteilt. Zum anderen war der Graben eine versteckte Gefahr. So erzählte Kurt Wittboldt-Müller, dass er und Heinz Oestmann als Kinder auf die Insel gelangen wollten. Sie wussten nichts von dem Graben und konnten ihn wegen der Blätter und des Modders auch nicht sehen. So sanken sie Hand in Hand langsam bis zum Hals ein und konnten sich nur mit letzter Kraft auf die Insel retten.
So modderig war der zweite Teich um 1920 noch nicht. Christa Oestmann erzählte, dass ihre Mutter mit ihrer Freundin dort gebadet hat. Da sie keine Badeanzüge hatten, steckten sie ihre langen Unterhemden mit Sicherheitsnadeln zwischen den Beinen zusammen.
Während der Schneeschmelze im Frühjahr 1940 überschwemmte der Gohbach die Gräben und das angrenzende Land, da sich das Wasser vor den Eisschollen an der Gohbachbrücke und beim Wehr an der Brücke der Mühle staute. Insbesondere vor dem Wehr gab es enorm dicke Eisschollen. Durch das Anstauen für den Mühlenbetrieb floss immer wieder neues Wasser auf die Eisschollen und gefror. Ein ganze Nacht musste schwer gearbeitet werden, um die Eisschollen zu zertrümmern, damit das Wasser abfließen konnte.
Nun noch etwas zur Geschichte dieses Holzschildes selbst
Eigentlich ist es die dritte Ausfertigung des Holzschildes „Mühlenteich“. Das erste Holzschild war eines der ersten Holzschilder, die Herbert Reinhold für Eitze geschnitzt hat. Es bestand aus einem Bildteil mit dem Mühlengebäude und einem Baum und einer Texttafel. Den Bildteil hatten Unbekannte schon vor vielen Jahren mit Steinen abgeworfen und mitgenommen. Nur der damalige Textteil mit einem Mühlrad im Fluss zwischen der Bezeichnung „Mühlen“ und „teich“ ist erhalten geblieben. Den Ersatz dafür habe ich dann 1998 geschnitzt, passend zum Textteil auch in Lindenholz. Die Zeichnung dazu hatte noch Herr Reinhold gemacht und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir darüber gesprochen haben, wie man die dritte Dimension in das Holz bringt. Dieses Holzschild hat keine 10 Jahre überdauert, da der untere ältere Teil durch versteckt einsickerndes Wasser vermodderte. Deshalb haben wir nun das neue Schild wieder in bewährter 40 mm starker Eiche geschnitzt. Die gute Qualität der Eiche und die wichtige Grundaufbereitung haben wir wie schon so oft Jonny Nordmeyer zu verdanken. Die Verbindung der beiden Holzschilder und das Anbringen am Holzpfahl hat Joachim Scheffler gemacht. Den Textteil hat wie an den Holzschildern am Dorfgemeinschaftshaus (Eitzer Schule) und der Eitzer Fähre Hans-Jürgen Holtfreter erstellt. Den Bildteil habe ich selbst geschnitzt, es ist damit das fünfte Schild, das aus meiner Werkstatt kommt.
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Das an der Dorfstraße in Eitze stehende Hinweisschild zur Eitzer Mühle, das die Familie Wittboldt-Müller im Jahre 1992 aufgestellt hat, hat uns vom Heimatverein erst darauf gebracht, solche Schilder auch an anderen Eitzer Örtlichkeiten aufzustellen.
Daher wollen wir an dieser Stelle auch einiges Wissenswerte über die Eitzer Mühle darlegenDie zuerst 1220 in der Stiftsurkunde für die St. Andreas Kirche Verden von Bischof Yso genannte Eitzer Mühle gehört zu den urkundlich ältesten Mühlen des Landkreises Verden. Seit über 400 Jahren betreibt die Familie (Wittbodt-) Müller hier das Müllerhandwerk.
Die im landschaftlich wunderschönen Gohbachtal gelegene Wassermühle wurde früher von einem vermutlich oberschlächtigen Wasserrad angetrieben. Doch schon 1862 / 63 errichtete man ein ganz neues, fünfgeschossiges Gebäude mit einer modernen Turbinenanlage, wie es heute besichtigt werden kannn. Der Gohbach mit seinem oberirdischen Einzugsgebiet von ca. 95 km strömt an dieser Stelle mit einer durchschnittlichen Wassermenge von ca. 0,75 m / s über ein Gefälle von 3,75 m, so daß die Turbine mit einer Leistung von ca. 40 PS in der Lage war, mehrere Mahl- und Schrotgänge anzutreiben. Ein Erweiterungsbau an der Ostseite mit 6 großen Silos (mit je 25 t) vergrößerte die Lagerkapazität erheblich. Seit 1880 befindet sich am Westgiebel zum Gohbach ein Anbau mit einer zweiten, kleineren Turbine,die heute nicht mehr funktioniert. Die große Turbine im Inneren der Mühle wurde 1903 und zuletzt Mitte der 30er Jahre durch eine neue Francis-Turbine ersetzt. Sie wird noch für den Antrieb eines Schrotganges und früher auch für einen Aufzug genutzt. Ein Generator erzeugte bis in die 50er Jahre hinein Lichtstrom (65 Volt).
Der Gewerbebetrieb Eitzer Mühle bestand bis zum 30. Juni 1968. Die Mühle hatte zuletzt eine Mahlleistung von ca. 4 t / 24 h. Seitdem diente die Mühle für einige Jahre hauptsächlich als Getreidelager. Ein Schrotgang wird noch für den eigenen Bedarf der Landwirtschaft genutzt.
Heute kann man zwei Schrotgänge, ein Elevator, eine Mischmaschine, eine Reinigung und den noch intakten Aufzug sehen.
Das jetzige Mühlenwehr wurde 1902 errichtet. Es hat sieben Öffnungen: 2 Werkschützen für die kleine Turbine und 5 Freischützen von je 90 cm Durchlaßbreite. Der durchgehende Fachbaum auf dem die Schütten stehen, liegt auf einer Höhe von 13,52 m N.N. Tägliche Kontrollen der Schütten sind nötig, um den Wasserstand zu regeln. Das Stauziel d.h. der Wasserhöchststand im Mühlenteich, ist auf 15,64 m N.N. festgelegt. Der Rückstau reicht dann bis ins Hexenmoor. Durch diesen über die Jahrhunderte bestehenden Stau erhielt der Gohbach sein heutiges Aussehen und wir wollen hoffen, daß uns die Eitzer Mühle und die intakte Landschaft Gohbachtal mit der Flora und Fauna eines Feuchtbiotops noch lange erhalten bleiben.
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- Kategorie: Kindertheater
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Das erste Kindertheater-Stück im neuen Jahr findet am 15.01.2026 im Dorfgemeinschaftshaus in Eitze statt. Es kommt Lena Kießling vom Theater Anderland mit dem Kater Socke. Lena Kießling spielt in Kooperation mit dem Figurentheater Bremerhaven.Kater Socke wohnt im Figurentheater bei der Puppenspielerin Lena. Am liebsten tobt er durch ihre Werkstatt oder saust im Theaterviertel herum.
Eines Tages findet er dort ein Ei. Das lag ganz mutterseelenallein vor der Theatertür. Socke nimmt es mit nach Hause.Was für ein Tier sich wohl in diesem Ei verbirgt?! Ein Vogel? Ein Krokodil? Oder vielleicht gar ein echter Flugsaurier? Socke will es wissen – und dazu muss er das Ei ausbrüten …
Wer dann aus dem Ei schlüpft und was die beiden miteinander erleben, das erzählt diese zauberhafte und spannende Geschichte vom Großziehen und Flüggewerden.
Mit bestechend einfachen Mitteln wird in 45 intensiven Minuten die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Land- und einem Luftwesen lebendig. Das ist manchmal sehr anrührend, manchmal poetisch, manchmal auch komisch. Wenn Socke Fussel etwa das Fliegen beibringen will. Der Kater klettert aufs oberste Regalbrett und springt herunter. Die Möwe breitet einfach ihre Flügel aus.
Das Stück ist Mimi Meyer gewidmet, die fast 20 Jahre lang das Figurentheater Bremerhaven
– als Theaterkatze unterstützt und inspiriert hat
– als Hafenkatze den Fischereihafen unsicher gemacht hat und
– als Schiffskatze die Nord- und Ostsee auf der SY „Kunkelsuse“ bereist hat
Sie hat sich während unserer Proben zu „Socke findet ein Ei“ in den Katzenhimmel aufgemacht.
Was: Figurentheaterstück für Kinder ab 3 Jahren und ihre Familien
Wann: Donnerstag, 15.01.2026 um 15.30 Uhr
Wo: im Dorfgemeinschaftshaus Eitze
Es spielt: Lena Kießling, Theater Anderland, in Kooperation mit dem Figurentheater Bremerhaven
Dauer: 45 Minuten
Der Eintrittspreis: Kinder € 3, Erwachsene € 5
Bitte melden Sie sich ab sofort unter
Der Heimatverein freut sich auf viele große und kleine Kindertheater-Interessierte!
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- Kategorie: Kindertheater
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Die für Bühne und Technik zuständige Frau wurde immer nervöser und musste schließlich telefonieren. Wo blieben bloß die Schauspieler, die das heutige Stück „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ auf die Bühne bringen sollten? Die niederschmetternde Antwort: „Sie stecken im Stau!“
Nun war guter Rat teuer. Zum Glück hatte die Bühnentechnikerin (Ludmilla Euler) das Stück schon mal gesehen und konnte einspringen. Jetzt war auch die tatkräftige Unterstützung des Publikums gefragt – ob groß, ob klein, alle mussten mit ran, damit die Vorstellung doch noch stattfinden konnte. So konnten die Kinder gleich zu Beginn helfen, denn sie wussten, wie die meisten Märchen beginnen („Eees waaar eeeeiiinmaaal!“). Und schon nahm das Spiel seinen Lauf.
Die schöne Königin wünschte sich ein Kind, „... so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz aus diesem Fensterrahmen.”. Als sie eine Tochter bekam, die genau so aussah, nannte sie sie Schneewittchen. Die Königin starb aber bald darauf, und der König heiratete erneut. Die neue Königin war eitel und böse und hasste Schneewittchen für ihre Schönheit. Immer wieder befragte sie ihren Spiegel, wer denn die Schönste im Lande sei. Der ehrliche Spiegel sagte ihr die Wahrheit, die sie aber nicht vertragen konnte. Denn dass Schneewittchen schöner sein sollte als sie selbst, das konnte sie nicht akzeptieren. So schmiedete sie einen ganz üblen Plan: Der Jäger sollte Schneewittchen in den Wald führen und töten und der Königin zum Beweis Schneewittchens Herz bringen.
Er ging mit Schneewittchen in den Wald, brachte es jedoch nicht über sich, das Mädchen zu töten. Damit er nicht mit leeren Händen zur Königin zurück musste, schnitt er einem Schweinchen das Herz heraus und übergab es der Königin, die sich freute, dass Schneewittchen nun tot war. Schneewittchen aber traf im Wald auf das Häuschen der Zwerge und durfte bei ihnen wohnen. Dafür musste sie ihnen aber künftig den Haushalt führen, denn die Zwerge arbeiteten hart im Bergwerk.
Bald kam die Wahrheit an den Tag, denn die Königin befragte wieder ihren Spiegel. Und der antwortete wahrheitsgemäß, dass sie zwar schön sei, aber Schneewittchen hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen noch tausendmal schöner sei als sie. Oh, wie wurde die Königin da böse! Sie plante nun, Schneewittchen zu vergiften, und bediente sich dazu einer List. Verkleidet als alte Frau (hier war wieder die Hilfe der Kinder gefragt, um die böse Königin zu verkleiden) begab sie sich in den Wald und übergab Schneewittchen erst einen vergifteten Kamm, beim nächsten Mal einen vergifteten Gürtel. Als Schneewittchen mit Hilfe der Zwerge immer wieder überlebte, brachte die Königin ihr schließlich einen vergifteten Apfel. Den aß Schneewittchen ahnungslos, obwohl ihr die Kinder sehr abgeraten hatten. Schneewittchen blieb ein Stück von dem Apfel im Hals stecken. Sie fiel in einen tiefen Schlaf.
Endlich kam ein Prinz zu Pferde des Weges (eine erwachsene Zuschauerin musste als Pferd aushelfen), der sich augenblicklich in Schneewittchen verliebte. Durch einen Stoß des Prinzen musste Schneewittchen husten und spuckte das Apfelstückchen wieder aus. Nun lebte sie wieder und heiratete den Prinzen, und auch das kleine Schweinchen bekam sein Herz zurück (ein erwachsener Zuschauer fungierte als „Arzt“). Die böse Königin jedoch musste zur Strafe in glühenden Eisenschuhen tanzen, bis sie starb.
Und die Kinder wussten auch: Wenn der Prinz und Schneewittchen nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!
Mit tosendem Applaus und auch „standing ovation“ bedankten sich die Zuschauenden für eine rundum gelungene Vorstellung.




















