Chaos um drei Bilder (06.03.2013 - VAZ)
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- Kategorie: Zeitgeschichte
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Chaos um drei Bilder
Eitzer Heimatbühne feiert mit dem Dreiakter „Total dördreiht“ Premiere
Verden - EITZE · „Total dördreiht“ waren bei der Premiere des gleichnamigen Dreiakter, nicht nur die Akteure von Heimatbühne Eitze, auch das Publikum rätselte bis kurz vor Schluss, wem denn nun die drei Bilder in der Wohnung einer hübschen jungen Frau gehören. Um die angeblich wertvollen Bilder geht es bei dem Stück von Walter G. Pfaus. Sie gehören einer jungen Frau, deren Mann nach Brasilien abgehauen ist und sie mit einem Berg an Schulden alleine gelassen hat.
In der Hauptrolle steht die 20-jährige Annekathrin Fresen erstmals auf der Bühne und meistert als Debütantin abgeklärt und routiniert die Herausforderung. Sieben Jahre älter, aber schon ein alter Hase ist Florian Panning. Als Gerichtsvollzieher muss er in der Wohnung der Schuldnerin nach wertvollen Accessoires suchen und pfänden. Das einzig Wertvolle sind nach seiner Meinung die drei Bilder. Aber die sollen nicht der Schuldnerin gehören. Sie sind einmal Eigentum des Nachbarn (Norbert Defiebre) oder doch ihrer Mutter (Bianca Rath) oder gehören vielleicht einem Bekannten (Gerd Blome), der sich bei der jungen Frau einschmeicheln will und eine „Belohnung“ erwartet.
Das Chaos wird perfekt, als die vergessliche Tante der Schuldnerin auftaucht. Diese Rolle spielt Ete Rademacher mit Leib und Seele. Sie vergisst vieles und sorgt damit für allerlei weitere Turbulenzen. Sie legt sich mit der Nachbarin (Caren Klaffke) an, die ihren Mann aus der Wohnung zerren möchte, und macht sich an den Polizisten ran, den Ehler Göbbert spielt. Er hatte sich nach längerer Auszeit bereit erklärt mitzuspielen, vor allem, weil seine Tochter Annekathrin dabei ist.
Mit viel Spielfreude gelingt es dem Ensemble unter der Regie von Gerd Blome, das Publikum zu begeistern. Nach und nach steigert sich das vergnügliche Chaos auf der Bühne. Selbst die Akteure können sich an manchen Stellen vor Lachen kaum halten und steckten das Publikum damit ebenfalls an. Als Souffleuse hat Margret Heinrichs trotz dieses Chaos auf der Bühne den Überblick behalten und hilft mit Stichworten den Akteuren, sofern notwendig.
Für einen reibungslosen Ablauf vor und hinter Bühne sorgt ein gut eingespieltes Team. In der Maske wirbeln Ingrid Bartels und Ute Defiebre mit ihren Utensilien. Der Bühnenbau lag in den Händen von Carsten Jakobs, zuständig für Technik und Beschallung waren Patrick Panning und Rainer Niederkrome. Heini Rath sorgt hinter der Bühne dafür, dass keiner seinen nächsten Auftritt verpasst.
Zwei Aufführungen stehen noch an. Das Frühstückstheater am 17. März ist bereits ausverkauft, aber für den 24. März können noch Karten zum Frühstückstheater geordert werden. Beginn ist um 9.30 Uhr.
Das wird für das Ensemble der letzte Auftritt im Eitzer Hof sein, da die Gaststätte in naher Zukunft seine Pforten schließt. Im kommenden Jahr lädt die Heimatbühne in den Borsteler Hof ein.
Text- und Bild aus: Verdener Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung
vom: 06. März 2013