14jähriger bricht in Tonkuhle ein

Rettungsaktion mit Feuerwehr und Rettungshubschrauber

 

Verden/Eitze. Wie gefährlich das Eis auf der Tonkuhle ist, weiß in Eitze fast jeder. Auch Egbert K. hätte die Gefährlichkeit seines Tuns erkennen müssen, als er in grenzenlosem Leichtsinn mit einem Fahrrad (!) auf die nur dünne Eisdecke fuhr und die Mitte des Gewässers ansteuerte.

Dort passierte dann Sekunden später das Unglück. Das Eis brach ein, und das Fahrrad versackte unter dem Jungen, der sich gerade noch mit letzter Kraft an der Eiskante festhalten konnte.

Zeugen, die den Vorfall beobachtet hatten, riefen sofort Hilfe herbei. dennoch musste Egbert K. mehr als 30 Minuten in Todesangst im eiskalten Wasser aushalten, bis er ans rettende Ufer gebracht werden konnte.

Zunächst versuchte die Feuerwehr, Leiter und Bohlen auf dem Eis auszulegen. Immerhin waren es mehrere hundert Meter bis zu dem eingebrochenen Schüler, der zum Glück erkannte, dass Hilfemaßnahmen eingeleitet wurden, und seine Anstrengungen sich über Wasser zu halten, noch verstärtkte.

Inzwischen war auch der Rettungshubschrauber "Christioph 6" eingetroffen, der eine Leine zum Verunglückten bringen wollte. Dieser Versuch scheiterte jedoch. Schließlich zog die Maschine an dem Seil eine Feuerwehrleiter über das Eis bis zur Unglückstelle.

Der Schüler im eisigen Wasser hatte noch soviel Kraft, dass er sich auf das Holz heraufziehen konnte. Der Hubschrauber zog die Leiter und Jungen dann vorsichtig an Land, wo Egbert K. vom Notarzt und Sanitätern so lange behandelt wurde, bis er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden konnte.

 

 


Text- und Bild aus: Verdener Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung

vom: 04. Februar 1977

  

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