Ein Glücksgriff der Heimatbühne

Eitzer Laientheater begeistert mit „Moin, Moin Mallorca“ / Noch zwei Vorstellungen mit Frühstück

 

Verden - EITZE (rö) · Ein echter Brüller ist die Inszenierung der Komödie „Moin, Moin Mallorca“ der Heimatbühne Eitze. Da blieb bei den ersten beiden Aufführungen garantiert kein Auge trocken, ein ums andre Mal wurden Tränen gelacht, und viel Beifall auf offener Szene belohnte die eindrucksvolle Spielfreude der Akteure.
Ein glückliches Händchen hat die Eitzer Heimatbühne: bei der Wahl des Stückes und bei der Inszenierung.


In der Komödie lässt sich die Autorin Uschi Schilling so richtig über Deutsche in den Ferien und gewisse Eigenheiten der Gastgeberländer aus.

Im Mittelpunkt dieses Urlaubs mit Hindernissen steht eine schon ein wenig in die Jahre gekommene Witwe (Ete Rademacher), die von ihren drei erwachsenen Töchtern (Karen Klafke, Stefanie Möhlenbrock und Bianca Rath) auf der Deutschen liebste Ferieninsel verschleppt wurde. Die Deerns wollen ihre Mutter wieder an den Mann bringen.

Mutig wirft sich das Mädchen-Trio auf der Bühne in knappe Bekleidung, während ihre Mutter ganz adrett in langem Rock und weiter Bluse auftritt.

Das Quartett quartiert sich in einem Hotel ein, das sich eher als eine Absteige präsentiert. Hier geben Florian Panning und Ute Defiebre ein Personalpärchen, das sich ständig in den Haaren liegt, Norbert Defiebre spielt den etwas töffeligen Hoteldieb. Den „typisch deutschen Urlauber“, den Rentner Otto, verkörpert Gerd Blome. Mit Ganzkörperbadeanzug und Riesenschwimmring begeistert er die Gäste.

Die Auswahl dieser turbulenten Komödie war für die Eitzer Heimatbühne ein wahrer Glücksgriff, denn die Handlung wird von den Akteuren großartig umgesetzt. Jedem Mitspieler ist „seine Rolle“ nahezu auf den Leib geschrieben. Gewürzt ist das Stück mit schrillen Pointen, verbalen Schlagabtauschen und viel Situationskomik. Dem Ensemble gelingt es schnell, sich „warmzulaufen“ und das Publikum zu begeistern.

Wichtig sind auch die Leute, die nicht auf der Bühne stehen, aber ohne die keine Aufführung möglich wäre. Als aufmerksame Souffleuse agiert Sigrid Möhlenbrock, in der Maske Ingrid Bartels und Tabea Stubbe. Hinter der Bühne sind es Bärbel Panning und Heike Blome, die den Akteuren zur Seite stehen, für die Technik sind Rainer Niederkrome und Patrick Panning verantwortlich sowie für die Bühne Carsten Jackobs und Helmut Sass. Heini Rath begrüßte die Zuschauer und stellte zum Schluss die Akteure und weiteren Helfer vor.

Wer bei diesen winterlichen Temperaturen schon mal vom Sommer träumen und an den Urlaubserlebnissen der vier Frauen teilhaben möchte, hat noch zweimal Gelegenheit dazu. Weitere Vorstellungen sind an den beiden Sonntagen, 14. und 21. März, als Frühstückstheater, das jeweils um 9.30 Uhr beginnt. Eintrittskarten können täglich (außer donnerstags) ab 18 Uhr im Eitzer Hof geordert werden. Bei genügend Interesse kann laut Norbert Defiebre noch eine Abendvorstellung organisiert werden.


Text- und Bild aus: Verdener Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung

vom: 10. März 2010

  

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