Die Eitzer Mühle wird erstmals 1220 in der Stiftungsurkunde für die Andreaskirche in Verden von Bischof Yso erwähnt. Sie gehört zu den ältesten urkundlich erwähnten Mühlen im Landkreis Verden. Ein Meierbrief von 1555 weist auf unsere Familie (Wittboldt-)Müller hin, die das Müllerhandwerk hier über 400 Jahre ausübte.
Eitzer MühleFrüher trieb vermutlich ein oberschlächtiges Wasserrad die Mühle an. Das heutige fünfgeschossige Mühlengebäude wurde 1862/63 mit einer modernen Turbinenanlage erbaut. Der Gohbach mit seinem oberirdischen Einzugsgebiet von ca. 95 km2 strömt an dieser Stelle mit einer durchschnittlichen Wassermenge von 0,75 m3 über ein Gefälle von 3,75 m, so dass die Turbine mit einer Leistung von ca. 40 PS in der Lage war, mehrere Mahl- und Schrotgänge anzutreiben. Ein Erweiterungsbau an der Ostseite mit sechs Silos à 25 t vergrößerte die Lagerkapazität. Seit 1880 befindet sich am Westgiebel zum Gohbach ein Anbau mit einer kleineren Turbine. Sie ist nicht mehr funktionstüchtig. Die große Turbine im Inneren der Mühle wurde 1903 und zuletzt Mitte der 30er Jahre durch eine neue Francis-Turbine ersetzt. Sie wird noch für den Antrieb des Aufzugs und eines Schrotganges genutzt. Die Mühle hat eine Mahlleistung von 4 t/24 h. Ein Generator erzeugte bis in die 50er Jahre Lichtstrom (65 Volt). Das jetzige Mühlenwehr wurde 1902 angelegt. Es hat sieben Öffnungen: zwei Werkschütten für die kleine Turbine und fünf Freischütten von je 90 cm Durchlassbreite. Das Stauziel, der Wasserhöchststand im Mühlenteich, ist auf 15,64 m NN festgelegt. Der Gewerbebetrieb Eitzer Mühle bestand bis zum 30. Juni 1968.

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Quelle der Fotos: Wikipedia

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