1969 – 2019 Die Friedhofskapelle in Eitze wird 50 Jahre alt

Zu der Jubiläumsfeier am Sonntag, den 23. Juni um 10.00 Uhr lädt der Ortsrat Eitze alle Eitzerinnen, Eitzer und alle Interessierte herzlich ein. Nach dem feierlichen Gottesdienst mit Pastor i.R. Bechtler findet ein Frühschoppen statt. Außerdem wird ein Film von Wolfgang Krippendorff gezeigt.

  • FriedhofskapelleDie Kapelle im Jahr 2019
  • Kapelle_1969Die Kapelle im Baujahr 1969



Eine kleine Einführung in die Geschichte der Friedhofskapelle
1967 beschloss der Gemeinderat von Eitze den Bau einer Friedhofskapelle. Die früher übliche Aufbahrung der Toten zuhause war nach 1964 nur noch mit behördlicher Genehmigung gestattet. Der Geräteschuppen auf dem Friedhof, der über-gangsweise für Trauerfeiern genutzt wurde, war zu klein und bot keinen würdevollen Rahmen.
Zunächst besichtigten Gemeinderatsmitglieder einige Kapellen im Landkreis Verden und sammelten Ideen. Darauf aufbauend erstellte der Architekt Horst Hutz 1968 den Entwurf. Die Kosten für den Bau wurden mit 100.000 DM, für die Innenausstattung mit 25.000 DM veranschlagt. Da auf dem Friedhof selbst nicht genügend Platz war, beschloss man, die Kapelle gegenüber dem Friedhof im Gohbachbogen zu errichten. Dazu musste zunächst das Baugrundstück mit ca. 5.000 m³ Bauschutt auf Straßenniveau angehoben werden.

Der Bau der Kapelle stellte die kleine Gemeinde vor eine große finanzielle Herausforderung. Daher startete der Gemeinderat eine Spendenaktion. Dabei kamen neben Sachspenden, wie der Glocke (Jagdgenossenschaft Eitze), der Orgel (St. Andreasgemeinde), Altar, Kreuz u.a., 10.000 DM zusammen. Spontan gründeten einige Eitzer eine plattdeutsche Laienspielgruppe, die „Eitzer Heimatbühne“. Sie führten 1968 die Komödie „Alltomal Sünner“ auf und stifteten die Einnahmen für den Bau der Kapelle. Die Eitzer Heimatbühne existiert heute noch und konnte 2018 ihr 50 jähriges Bestehen feiern.

Am 25. September 1968 wurde der Grundstein für die Kapelle gelegt und am 22. Juni 1969 konnte sie eingeweiht werden.

Seit nunmehr 50 Jahren – seit der Gebietsreform 1972 im Eigentum der Stadt Verden –  bietet die Friedhofskapelle Eitze einen würdevollen Rahmen für Trauerfeiern, aber auch für den Volkstrauertag und für die Christvesper am 24. Dezember.

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